Verkaufstiere & Wissenswertes über Yaks



Im Frühjahr / Sommer 2021 haben wir zwei weibliche Tiere  (schwarz/weiß und weiß) und drei männliche Tiere (schwarz) zu verkaufen.

Sollten Sie sich für unsere Zuchttiere interessieren, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.

 

Wir beraten Sie zu unseren Verkaufstieren und können Ihnen auch gerne einen genetisch passenden Zuchtstier oder Kalbinnen für eine Zuchtgruppe organisieren.


Wissenswertes über Yaks:

Der oder das Yak (Bos mutus) ist ein widerstandsfähiges, stolzes Tier. Er kommt mit extremen Klima- und Wetterbedingungen klar. Der ursprüngliche Lebensraum ist das asiatische Hochgebirge. Der Hausyak ist in großer Anzahl im Himalaya, Sibirien und in der Mongolei beheimatet. In Regionen, deren extreme klimatische Bedingungen den Lebensraum einschränken, ist die Existenssicherung des Menschen von Nutztieren abhängig, deren spezielle Anpassungsfähigkeit die Grundlage der Besiedelung der Hochebene über 6000 m über NN bilden. 

In Europa sind Hausyaks seit ca. 1785 vertreten.

 

Durch die grunzähnlichen Laute wird der Yak als Grunzochse bezeichnet. 

 

Yaks sind soziallebende Tiere. Innerhalb der Herde haben sie jedoch eine feste Rangordnung. Diese wird durch Kämpfe mit den Hörnern ausgetragen. Ranghohe Tiere haben Vorteile bei der Auseinandersetzung der Ressourcen: Sie sichern sich das beste Futter und den beqeumsten Liegeplatz.

Yaks haben eine jahreszeitlich gebundene Fortpflanzung. Kurz vor dem Deckakt zeigt der Stier unmittelbar neben der Kuh ein hastiges Trippeln mit den Vorderbeinen. War der Aufsprung erfolgreich, dauert die Trächtigkeit der Kuh im Mittel 255 Tage. Unmittelbar vor der Geburt sondert sich die Kuh in der Regel von der Herde ab. Eine Normalgeburt dauert ca. 30-40 min. Das Kalb ist mit 12-15 kg auffallend klein. Direkt nach der Geburt leckt die Kuh das Neugeborene sauber, in den ersten Tagen verteidigt sie ihr Kalb verhement und man sollte sich vor Attacken in Acht nehmen.

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Ein Yak zählt als Sieben-Nutzungsrind, da er für den Menschen folgende Produkte liefert:

 

1.) Milch

 

2.) Fleisch (* Der delikate Geschmack des Yakfleisches erklärt sich durch einen höheren Myoglobin- und einen sehr geringen Cholesteringehalt im Gegensatz zum herkömmlichen Rindfleisch.

Das sehr magere, wohlschmeckende, protein- und vitaminreiche Yakfleisch ist hervorragend für die Diätküche geeignet, für kreative Köche und Menschen, die sich bewusst und nachhaltig ernähren möchten, die Massentierhaltung ablehnen und für artgerechte Haltung einstehen.) (* Quelle:www.yakszucht.de)

 

3.) Grob- und Feinwolle

 

4.) Leder

 

5.) Brennmaterial (getrockneter Kot) und Dung

 

6.) Reittier

 

7.) Lasttier

 

Der Charakter zeichnet sich durch seine Eigensinnigkeit, Treue, liebevolle und verspielte Art aus, wobei die Rangordnung in der Herde klar definiert ist. Der Ranghöchste ist der Stier, gefolgt von der stärksten, meist ältesten Kuh. Yaks sind sehr wachsam, schreckhaft, misstrauisch, neugierig, genügsam und sehr eigensinnig.

Es sind sehr soziale (Flucht-)Tiere, die eng zusammenleben.

 

Ihr Aussehen ist sehr markant. Sie haben einen Höcker am Widerrist und einen pferdeähnlichen Schwanz. Sie besitzen 1 oder 2 Rippenpaare mehr als das Hausrind. Durch die bewegliche Oberlippe des Flotzmauls ist es Yaks möglich, auch auf kargen Vegetationen zu weiden. Die Hörner können bis zu 1 m lang werden.

Die Stiere bekommen eine Widerristhöhe von 112 - 180 cm (Kühe 107 - 112 cm) und erreicht ein Gewicht von ca. 700 kg (Kühe 250 - 350 kg).

Die langen Haare am Bauch und an der Seite dienen als Isolierung in kalten Winternächten. Bei niedrigen Temperaturen senken sie die Atemfrequenz auf 7-15 Atemzüge pro Minute. Dadurch ist der Wärmeverlust gering und die Yaks können bis zu -40 Grad Celsius problemlos standhalten.

Im Frühling stellt der Yak auf Sommerbetrieb um und verliert seine Unterwolle. Zu beobachten ist, dass Yaks manchmal ein Sonnenbad dem kühlen Schatten bevorzugen.

Die kurzen aber kräftigen Beine sorgen dafür, sich mühelos und geschickt im felsigen, steilen Gelände fortzubewegen.


Biosiegel Demeter:

Verbraucher wollen es ganz genau wissen. Sie fragen: Wie unterscheiden sich Bio-Waren im Discounter und Produkte mit dem staatlichen Bio-Siegel von Demeter-Nahrungsmitteln? Als Öko-Pionier seit 1924 nimmt der Verband Demeter die Qualitätsführerschaft im Bio-Bereich für sich in Anspruch. Das staatliche Bio-Siegel setzt nur das Mindestmaß fürs Öko-Essen. Demeter-Bauern und -Hersteller leisten mit der Biodynamischen Wirtschaftsweise erheblich mehr als die EU-Bio-Verordnung vorschreibt. Das kommt der Qualität der Lebensmittel ebenso zu Gute wie der Umwelt.

 

Wesentliche Pluspunkte sind:

 

  • Gesamtbetriebsumstellung
  • Obligatorische Tierhaltung für landwirtschaftliche Betriebe oder zumindest eine Kooperation mit Austausch von Futter und Mist
  • 100 Prozent des Futters muss Bio-Futter sein. 2/3 des gesamten eingesetzten Futters muss Demeter sein, bei Wiederkäuern muss der Demeter-Anteil bei 80 Prozent liegen. Mindestens 50 Prozent des Futters muss vom eigenen Hof oder einer Betriebskooperation stammen.
  • Verzicht auf das schmerzhafte Enthornen der Kühe.
  • Einsatz Biologisch-Dynamischer Präparate aus Kräutern, Mineralien und  Kuhmist.
  • Eigene Sorten und Züchtungsarbeit im Bereich Getreide, Gemüse und Geflügel. Bei Getreide dürfen nur samenfeste Sorten verwendet werden, Hybridsorten sind ausgeschlossen. Generell dürfen keine Sorten aus Zellfusionstechnik verwendet werden.
  • Nur wenige absolut notwendige Zusatzstoffe und Prozesshilfstoffe sind in der Verarbeitung erlaubt. Jodierung, Nitritpökelsalz und so genannte natürliche Aromen sind verboten. Ausschließlich Aromaextrakte sind zugelassen. Die EU-Bio-Verordnung erlaubt noch Zusatzstoffe, die bei Demeter tabu sind.

 


Jedes Tier strahlt in seine Umwelt eine spezifische Qualität aus und prägt so das Hofleben. Erst die Tiere bringen diese besondere seelische Komponente mit, die gerade für Menschen im 21. Jahrhundert so anziehend wirkt.

Jedem Tier ein gutes Leben

Dank der wesensgemäßen Tierhaltung mit viel Platz, Auslauf und Beschäftigungsangeboten bleiben Demeter-Tiere vital. Das Futter vom eigenen Hof in 100 prozentiger Bio-Qualität leistet seinen Beitrag und sollte doch mal ein Tier erkranken, haben natürliche Verfahren wie Homöopathie oder Kräuterheilkunde Vorrang.

Der Respekt vor dem Tier macht den Demeter-Landwirten den konsequenten Verzicht auf schmerzhaftes Enthornen, Zähnekneifen oder Kupieren von Ohren und Schwänzen leicht. Tierschutz steht also an erster Stelle.

Tierschutz steht an erster Stelle

Das wirkt sich auf die Qualität der Produkte ebenso positiv aus wie das Vermeiden von gentechnisch veränderten Futter- und chemisch-synthetischen Spritzmitteln. Tiermehle, Zusatzstoffe und vorbeugende Medikamente wie Antibiotika oder Hormone sind tabu.

Der Verantwortung für den Tod des Tieres stellt sich die Demeter-Gemeinschaft, die als einziger ökologischer Verband die Tierhaltung auf den Betrieben obligatorisch vorschreibt. Tiere, vor allem die Kühe, spielen eine zentrale Rolle in der betrieblichen Individualität des Hoforganismus. Sie liefern wertvollen Mist, der mit den biodynamischen Präparaten zu bestem Dünger wird. So wird der Boden humusreich und nachhaltig fruchtbar. Für ihren letzten Weg gilt die Bevorzugung kurzer Wege mit regionalen Schlachtstätten. Dank bäuerlicher Erzeugerstrukturen und fairer Wertschöpfungsketten lässt sich das immer weiter ausbauen.

Beim Metzger ergänzt das handwerkliche Können mit der anspruchsvollen Warmfleischherstellung den konsequenten Verzicht auf Zusatzstoffe in der Fleischverarbeitung und Wurstherstellung. Bei 100 Prozent Demeter kommt nur ein Zehntel der ansonsten zugelassenen Zusatz- und Hilfsstoffe zum Einsatz. Nitritpökelsalz ist ebenso verboten wie Fleischzartmacher.

(Quelle: www.demeter.de)