Der Yak (Bos mutus) ist ein widerstandsfähiges, stolzes Tier. Er kommt mit extremen Klima- und Wetterbedingungen klar. Der ursprüngliche Lebensraum ist das asiatische Hochgebirge. Der Hausyak ist in großer Anzahl im Himalaya, Sibirien und in der Mongolei beheimatet. In Regionen, deren extreme klimatische Bedingungen den Lebensraum einschränken, ist die Existenssicherung des Menschen von Nutztieren abhängig, deren spezielle Anpassungsfähigkeit die Grundlage der Besiedelung der Hochebene über 6000 m über NN bilden. 

In Europa sind Hausyaks seit ca. 1785 vertreten.

 

Durch die grunzähnlichen Laute wird der Yak als Grunzochse bezeichnet. 

 

Yaks sind soziallebende Tiere. Innerhalb der Herde haben sie jedoch eine feste Rangordnung. Diese wird durch Kämpfe mit den Hörnern ausgetragen. Ranghohe Tiere haben Vorteile bei der Auseinandersetzung der Ressourcen: Sie sichern sich das beste Futter und den beqeumsten Liegeplatz.

Yaks haben eine jahreszeitlich gebundene Fortpflanzung. Kurz vor dem Deckakt zeigt der Stier unmittelbar neben der Kuh ein hastiges Trippeln mit den Vorderbeinen. War der Aufsprung erfolgreich, dauert die Trächtigkeit der Kuh im Mittel 255 Tage. Unmittelbar vor der Geburt sondert sich die Kuh in der Regel von der Herde ab. Eine Normalgeburt dauert ca. 30-40 min. Das Kalb ist mit 12-15 kg auffallend klein. Direkt nach der Geburt leckt die Kuh das Neugeborene sauber, in den ersten Tagen verteidigt sie ihr Kalb verhement und man sollte sich vor Attacken in Acht nehmen.

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Ein Yak zählt als Sieben-Nutzungsrind, da er für den Menschen folgende Produkte liefert:

 

1.) Milch

 

2.) Fleisch (* Der delikate Geschmack des Yakfleisches erklärt sich durch einen höheren Myoglobin- und einen sehr geringen Cholesteringehalt im Gegensatz zum herkömmlichen Rindfleisch.

Das sehr magere, wohlschmeckende, protein- und vitaminreiche Yakfleisch ist hervorragend für die Diätküche geeignet, für kreative Köche und Menschen, die sich bewusst und nachhaltig ernähren möchten, die Massentierhaltung ablehnen und für artgerechte Haltung einstehen.) (* Quelle:www.yakszucht.de)

 

3.) Grob- und Feinwolle

 

4.) Leder

 

5.) Brennmaterial (getrockneter Kot) und Dung

 

6.) Reittier

 

7.) Lasttier

 

Der Charakter zeichnet sich durch seine Eigensinnigkeit, Treue, liebevolle und verspielte Art aus, wobei die Rangordnung in der Herde klar definiert ist. Der Ranghöchste ist der Stier, gefolgt von der stärksten, meist ältesten Kuh. Yaks sind sehr wachsam, schreckhaft, misstrauisch, neugierig, genügsam und sehr eigensinnig.

Es sind sehr soziale (Flucht-)Tiere, die eng zusammenleben.

 

Ihr Aussehen ist sehr markant. Sie haben einen Höcker am Widerrist und einen pferdeähnlichen Schwanz. Sie besitzen 1 oder 2 Rippenpaare mehr als das Hausrind. Durch die bewegliche Oberlippe des Flotzmauls ist es Yaks möglich, auch auf kargen Vegetationen zu weiden. Die Hörner können bis zu 1 m lang werden.

Die Stiere bekommen eine Widerristhöhe von 112 - 180 cm (Kühe 107 - 112 cm) und erreicht ein Gewicht von ca. 700 kg (Kühe 250 - 350 kg).

Die langen Haare am Bauch und an der Seite dienen als Isolierung in kalten Winternächten. Bei niedrigen Temperaturen senken sie die Atemfrequenz auf 7-15 Atemzüge pro Minute. Dadurch ist der Wärmeverlust gering und die Yaks können bis zu -40 Grad Celsius problemlos standhalten.

Im Frühling stellt der Yak auf Sommerbetrieb um und verliert seine Unterwolle. Zu beobachten ist, dass Yaks manchmal ein Sonnenbad dem kühlen Schatten bevorzugen.

Die kurzen aber kräftigen Beine sorgen dafür, sich mühelos und geschickt im felsigen, steilen Gelände fortzubewegen.